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Is Perdas: Sardinien, vom Stein bewahrt

  • 14. Juli
  • 3 Min. Lesezeit
Is Perdas, AH Magazine

Photo credit: © Mauro Prevete


Im Inneren Sardiniens, dort, wo die Insel von Erde, Himmel und tiefer Zeit erzählt, beginnt die Geschichte von Is Perdas. Im Ort Gergei, in den Landschaften des Sarcidano, prägen familiäre Erinnerung, archäologische Spuren und Materialien, die seit Jahrhunderten zur Insel gehören, dieses Retreat. Sein Name bedeutet auf Sardisch „die Steine“, und dieses Wort setzt sich hier in Mauern, Wegen und ländlicher Architektur fort.

 

Für Claudio und Simone Ollanu, die beiden Brüder hinter Is Perdas, führt alles zurück in eine Kindheit in Fund’e Caronas, auf der Hochebene Giara di Serri. Dieser Ort blieb ihr familiärer Ausgangspunkt, verbunden mit Erde, Stille und einem Gefühl von Zugehörigkeit. Aus diesem Ursprung entstand später die Idee eines Ortes, an dem Familiengeschichte Teil von Gastfreundschaft und einer Begegnung mit dem Inneren Sardiniens wird. Im Frühjahr 2015 legten sie den ersten Stein für das Projekt.



Der Sarcidano liegt im Inneren Sardiniens, zwischen Dörfern, Hochebenen und Spuren der Nuraghenkultur. In der Nähe befinden sich Santa Vittoria di Serri und Su Nuraxi in Barumini, zwei bedeutende archäologische Stätten aus dieser Epoche. Seine Beziehung zum kulturellen Erbe entwickelt Is Perdas auch durch das Nuraghe Project weiter, ein offenes Labor, das der Arbeit mit Stein, alten Handwerkstechniken und experimenteller Archäologie gewidmet ist. Rund um das Retreat liegen Felder, alte Wege, kleine Siedlungen und Landschaften, die zum langsameren Leben des sardischen Inselinneren gehören.

 

Die Zimmer von Is Perdas tragen die Namen alter Handwerke und Figuren des lokalen Lebens, vom Künstler über die Weberin und den Schmied bis zum Winzer und Hirten. In ihnen zeigt sich das lokale Leben in Materialien, Objekten und Details, die Spuren von Händen, Arbeit und Alltag bewahren.



In der Küche lebt Sardinien in saisonalen Produkten und Gerichten der lokalen Tradition weiter. Auf den Tisch kommen Schafs- und Ziegenkäse, gegrilltes Fleisch, natürlich gesäuertes Brot aus Cappelli-Weizen, handgemachte Pasta und Olivenöl mit kräftigem Charakter. Der 2023 eröffnete Weinkeller widmet sich sardischen Rebsorten und einer Weinkultur, die auf der Insel tiefe historische Wurzeln hat.



Die Erlebnisse rund um das Retreat folgen lokalem Wissen und der umliegenden Landschaft. In der Küche lernen Gäste, traditionelle sardische Pasta zuzubereiten; archäologische Stätten rücken durch 3D-Visualisierungen näher, und die Wege des Sarcidano lassen sich mit dem Fahrrad erkunden. Yoga, Hot-Stone-Massage und Agricamping fügen dem Aufenthalt eine weitere Ebene hinzu, ausgerichtet auf Körper, Landschaft und das Leben im Freien.

 

Im Spa findet diese Beziehung zur Erde eine weitere Form in Wasser, Wärme und Stille. Salzgrotte, Hammam, Sauna und Hydromassage führen den ruhigen Charakter des Ortes weiter. Die Anwendungen mit den Linien Fitomediterranea und OWAY sind mit mediterranen Pflanzenstoffen, natürlichen Rezepturen und einem nachhaltigen Pflegeansatz verbunden.

 

Am Abend richtet sich der Blick über die Landschaft hinweg zum Himmel. Der Himmel über Is Perdas hat dem Ort die Auszeichnung „The most beautiful skies in Italy – Gold rank“ und die Mitgliedschaft im Astronomical Tourism Network eingebracht. Wenn die Landschaft zur Ruhe kommt, reicht der Blick zu den Sternen und zur Milchstraße, und Sardinien erhält seine himmlische Dimension.



Is Perdas spricht von Rückkehr und von Verantwortung gegenüber einem Ort, den man geerbt hat. Claudio und Simone Ollanu haben ein Retreat geformt, in dem familiäre Erinnerung, Archäologie, Handwerk, Essen, Wellness und Natur im selben Raum zusammenfinden. Am Ende bleiben die Erde rund um das Haus, der Abendhimmel über dem Sarcidano und ein Sardinien, das sich hier von innen zeigt.



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Images courtesy of Is Perdas. Photo credit: © Mauro Prevete



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