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Unter den Lichtern der Arena

  • 27. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit
Drei Jahrzehnte Art on Ice zeigen, dass Eiskunstlauf den Raum eines großen Konzerts tragen kann - in diesem Jahr in einer Jubiläumstour durch die Schweiz

Key visual: Art on Ice Production AG
Key visual: Art on Ice Production AG

In der Arena hört man zuerst das Eis. Ein Klang, der sich im Körper festsetzt. Die Kufe schneidet über die Oberfläche und hinterlässt eine feine Linie, wie eine Signatur. Beschleunigt die Läuferin oder der Läufer, wird das Geräusch länger und bricht im Moment der Drehung ab. Das Publikum reagiert später. Es folgt, es versteht, und erst dann applaudiert es. In dieser Reihenfolge liegt der Respekt vor der Kunst.

 

Seit 30 Jahren gründet Art on Ice auf der Überzeugung, dass Eiskunstlauf eine Arena tragen kann wie ein Konzert. Wenn Musik live entsteht und das Licht sich in Echtzeit verändert, wird aus der Läuferin oder dem Läufer eine Bühnenfigur, die unter Druck steht - in einem Raum, in dem jede Nuance sichtbar ist.

 

Die Jubiläumsausgabe 2026 findet vom 26. Februar bis 7. März statt, mit Vorstellungen in Zürich vom 26. Februar bis 1. März, in Fribourg am 3. und 4. März sowie in Davos am 6. und 7. März.


Der Eiskunstlauf kennt zwei Wahrheiten. Die eine ist technisch und präzise: Kanten, Geschwindigkeit, Achse, Kontrolle, Landung. Die andere ist menschlich: die Anspannung vor dem Sprung, die Konzentration auf einen einzigen Punkt und der Moment, in dem der Körper ausführt, was der Kopf längst entschieden hat. Aus der Arena heraus wird der Unterschied zwischen gut und herausragend in Details sichtbar. In der ruhigen Hand beim Ansatz. In der Stabilität der Rotation. In der Linie, die nach der Landung ohne Unterbrechung weiterführt.


Photo: David Biedert / Art on Ice Production AG (AOI 2024, Zurich Hallenstadion – Ilia Malinin)

Photo: Stéphane Schmutz / Art on Ice Production AG (AOI 2024, BCF Arena, Fribourg – Minerva Hase & Nikita Volodin; backstage, making-of montage)

Photo: David Biedert / Art on Ice Production AG, AOI 2025, Zurich Hallenstadion


Art on Ice zeichnet sich dadurch aus, dass es die Grenze zwischen Sport- und Konzertpublikum auflöst. Liebhaber:innen des Eiskunstlaufs erleben Olympiasieger:innen aus nächster Nähe, während Musikbegeisterte die technische Präzision und Ausdruckskraft der Athlet:innen entdecken. Die Arena wird zu einem gemeinsamen Raum, in dem jede Darbietung körperlich spürbar ist.

 

Drei Jahrzehnte stehen für Kontinuität und das Vertrauen des Publikums. Art on Ice gilt heute als Symbol zeitgenössischer Schweizer Produktion, als Verbindung von organisatorischer Präzision und kreativer Freiheit. Dieses Jubiläum zeigt, wie Beständigkeit aus konsequenter Qualitätsarbeit entsteht. Art on Ice ist ein Treffpunkt von Spitzensport, Live-Musik und moderner Bühnenkunst.


In der Jubiläumssaison steht das Programm unter dem Leitgedanken „Swiss Best of“. Auf der Bühne stehen Noah Veraguth, Stress und Stefanie Heinzmann, ergänzt durch die internationalen Künstler James Bay und Jess Glynne. Auf dem Eis treten Weltmeister:innen und führende Namen verschiedener Disziplinen auf, darunter Madison Chock und Evan Bates sowie die Schweizer Favoriten Lukas Britschgi und Kimmy Repond.


Photo: David Biedert / Art on Ice Production AG, AOI 2024, Zurich Hallenstadion (Deanna Stellato-Dudek & Maxime Deschamps; Sirocco sponsor)
Photo: David Biedert / Art on Ice Production AG, AOI 2024, Zurich Hallenstadion (Deanna Stellato-Dudek & Maxime Deschamps; Sirocco sponsor)

Am Ende des Abends, wenn das Licht sanfter wird und das Eis von Kufenlinien durchzogen ist, bleibt ein Zeugnis der Arbeit. Jede Spur erzählt von Geschwindigkeit, von Versuchen und von Stunden in Hallen fernab der Öffentlichkeit. Art on Ice besteht seit 30 Jahren, weil es diese Arbeit respektiert und ins Zentrum der Arena stellt. In der Verbindung von Talent, Disziplin, Musik und präziser Organisation liegt der Grund, warum das Publikum wiederkommt.


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