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Vicky  Martin, AH Magazine

Vicky Martin, Artist

AH Magazine Artist Award

Prämierte Künstler:innen

Für die Juni-Ausgabe 2026 ausgewählt, wurden die ausgezeichneten Künstler:innen für die Kraft ihrer visuellen Sprache, die Originalität ihres Ansatzes sowie ihre Relevanz im zeitgenössischen Kontext von Kunst und Design gewürdigt.

1.Preis

Vicky Martin

Staffordshire, United Kingdom

Vicky Martin ist eine preisgekrönte britische Fotografin mit einem Hintergrund in Kunst und Design, bekannt für konzeptuelle Porträts, die weibliche Erfahrung im Spannungsfeld von Fantasie und Realität untersuchen. Im Zentrum ihrer künstlerischen Vision stehen Fragen nach Identität, Selbstwahrnehmung und den gesellschaftlichen Konstruktionen, die Vorstellungen von Weiblichkeit prägen. Mit sorgfältig inszenierten Szenen, Farbe, Kostüm und symbolischen Details entwickelt Vicky fotografische Erzählungen, in denen persönliche Stärke und Verletzlichkeit einander nicht ausschließen, sondern denselben emotionalen Raum teilen. In ihren Arbeiten erscheint die weibliche Figur als rätselhafte Präsenz: stark und zugleich fragil, innerlich frei und doch mit den Erwartungen konfrontiert, die die Gesellschaft an sie richtet. Die Künstlerin erkundet die Spannung zwischen persönlicher Autonomie und kulturellen Mustern und zeigt, wie schmal die Grenze zwischen dem eigenen Selbst und dem Bild ist, dem eine Frau entsprechen soll. Ihre Fotografien besitzen eine starke visuelle Anziehungskraft, doch hinter ihrer theatralen Schönheit steht eine präzise durchdachte Kritik an Normen, Rollenbildern und Idealen, die weibliche Identität formen. Vicky hat international ausgestellt und publiziert, von Europa bis in die Vereinigten Staaten, und ihre Arbeiten befinden sich in der ständigen Sammlung des FotoNostrum Mediterranean House of Photography in Barcelona. Für ihre künstlerische Praxis erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen; sie verbindet ästhetische Präzision, psychologische Tiefe und eine klare künstlerische Hinwendung zum inneren Leben von Frauen.

The Jumper, Adam, AH Magatine
The Light Walker, Adam, AH Magatine

Adam Neuba

2. Preis

Paderborn, Deutschland

Dr. Adam Neuba ist Naturwissenschaftler, Fotograf und Künstler aus Paderborn. In Polen geboren, zog er 1988 mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Chemie an der Universität Paderborn, wo er bis heute tätig ist; seine Erfahrung als experimenteller Chemiker hat seine fotografische Sprache maßgeblich geprägt. Seit mehr als fünfzehn Jahren widmet er sich der künstlerischen Nah- und Makrofotografie, in der er wissenschaftliche Präzision mit einer minimalistischen, beinahe poetischen Bildsprache verbindet. Die Logik der Chemie findet in seinem Werk eine visuelle Entsprechung: So wie er auf molekularer Ebene neue Verbindungen schafft, entstehen in seinen Fotografien unerwartete Beziehungen zwischen Natur und vom Menschen geschaffener Technologie. The Light Walker, Walk Around The World, The Jumper, Spot On! und Lost In Thought führen den Betrachter in eine stille Makrowelt, in der kleine Lebewesen, metallische Oberflächen, Licht und Schatten zu Bestandteilen einer sorgfältig inszenierten visuellen Erzählung werden. Neuba nutzt Reduktion, klare Linien und präzise Komposition, um den Kontrast zwischen Organischem und Industriellem in eine harmonische Einheit zu überführen. Für ihn ist die Fotografie erst der Ausgangspunkt; durch die gezielte digitale Gestaltung von Licht, Kontrast und Atmosphäre führt er jede Szene zu ihrer vollendeten künstlerischen Form, in der Natur und Technologie zu einer neuen, kraftvollen emotionalen Erfahrung verschmelzen.

Idiopsis, NicolaScognamiglio, AH Magazine
Adrenochrome, Nicola Scognamiglio, AH Magazine

2. Preis

Nicola Scognamiglio

Amsterdam, Netherlands

Nicola Scognamiglio ist ein zeitgenössischer Künstler mit Lebensmittelpunkt in Amsterdam, dessen Praxis sich in Graphitzeichnung, Fotografie und Skulptur entfaltet. Seine Ausbildung in Architektur und seine langjährige Arbeit an der kinematografischen Bildgestaltung haben seinen Sinn für Raum, Licht und jene fragile Schwelle geschärft, an der Sichtbarkeit entsteht. In der Serie Traces untersucht Nicola den Moment, in dem ein Gedanke Gestalt annimmt und ein innerer Zustand aus der Abstraktion in eine greifbare Präsenz übergeht. Graphit wird für ihn zu einem Medium, das diesen Übergang aufzeichnet: eine Druckspur, durch die latente Erfahrung in Form überführt wird. Adrenochrome, Amor Fati, Idiopsis I, Threshold und Mask versammeln Auge, Körper, organische Fragmente und verhüllte Figuren in einer Atmosphäre von Spannung, Introspektion und präzise kontrolliertem Unbehagen. Jedes Werk trägt den Charakter einer Enthüllung, bei der sich das Bild aus einer kaum wahrnehmbaren Verschiebung zwischen innerem Impuls und materiellem Zeichen herausbildet. Nicola hat seine Arbeiten in Kunstprogrammen präsentiert, die während der Art Basel Miami Beach und der Armory Show in New York stattfanden; derzeit vollendet er die Serie Traces und entwickelt einen Zyklus von Marmorskulpturen, der sich Form, Existenz und dem Übergang vom Unsichtbaren ins Greifbare widmet.

Natella Kiseleva, AH Magazine, No tears small  15.jpg
Natella Kiseleva, AH Magazine, No tears small

2. Preis

Natella Kiseleva

Turkey

Natella Kiseleva ist eine in Ostsibirien, in Transbaikalien, geborene Fotografin, deren künstlerischer Blick durch ihr Leben und Arbeiten in mehr als zwölf Ländern geprägt wurde. Die Erfahrung unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und visueller Traditionen spiegelt sich deutlich in ihren Fotografien wider, die die Sensibilität von Ost und West, zeitgenössische Modebilder und eine Nostalgie für die Magazinästhetik der 1990er- und frühen 2000er-Jahre miteinander verbinden. Zur Fotografie fand sie nach ihrer eigenen Erfahrung vor der Kamera als Model, wodurch sie ein besonderes Verständnis für den Körper, den Blick und die Beziehung zwischen Beobachter und Beobachtetem entwickelte. Jedes Bild behandelt sie mit einer beinahe filmischen Präzision und komponiert den Bildraum wie eine sorgfältig inszenierte Szene, in der Komposition, Farbe und Licht den Blick lenken und die Atmosphäre bestimmen. In den Arbeiten der Serie „No Tears“ ist die Natur nicht nur Hintergrund, sondern ein Raum der Stille, der Berührung und der inneren Spannung. Körper, Haut, Blätter, Baumrinde und Schatten verschmelzen zu einer visuellen Erzählung von Verletzlichkeit, Präsenz und emotionaler Zurückhaltung. Durch Scans und Mixed-Media-Eingriffe verleiht Natella der Fotografie ein Gefühl von Oberfläche, Spur und körperlicher Nähe und löst sie zugleich von der Unmittelbarkeit des digitalen Bildes. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Mode, Porträt und künstlerischer Fotografie und schaffen eine intime visuelle Welt, in der jedes Detail Gewicht hat.

Anastasiia Loddde Dialogue 120x100 2025, Anastasiia Lodde, AH Magazine
Glass, Anastasiia Lodde, AH Magazine

3. Preis

Anastasiia Lodde

Copenhagen, Denmark

Anastasiia Lodde ist eine in Kopenhagen lebende Künstlerin, deren Praxis Malerei, Skulptur, Installation, Video, Objektkunst und Performance umfasst. Bevor sie sich ganz der Kunst zuwandte, studierte sie Biologie und arbeitete viele Jahre in der Genetik, eine Erfahrung, die ihre Bildsprache bis heute durch Vorstellungen von Wiederholung, Variation, Mutation und Vererbung prägt. Ihr Umzug nach Dänemark im Jahr 2019 löste eine vertiefte Auseinandersetzung mit Migration, Zugehörigkeit, Orientierungslosigkeit und dem Wiederaufbau eines Gefühls von Zuhause aus. In den ausgezeichneten Arbeiten steht der Fisch im Zentrum ihrer symbolischen Welt, als hybride Figur zwischen Verletzlichkeit, Anpassung und Entfremdung. Zeitungen, Telefone, Geschirr, Koffer, Stadträume und Landschaften verwandeln den Alltag in einen symbolischen Raum, in dem persönliche Erinnerung auf größere gesellschaftliche und politische Spannungen trifft. Ihre Gemälde bewahren sichtbare Spuren früherer Schichten, als bliebe die Zeit selbst in die Oberfläche der Leinwand eingeschrieben. Mit Ironie, Zärtlichkeit und stiller Spannung erschafft Lodde eine Welt, in der Zuhause kein fester Ort ist, sondern eine fragile Verbindung zwischen Körper, Erinnerung, Gegenständen und den Räumen, die uns formen.

The descending clouds of ice...Leora Rosner, AH Magazine
The variability of triplication...Leora Rosner, AH Magazine

3. Preis

Leora Rosner

Amsterdam, Netherlands

Leora Rosner ist eine Fotografin, geboren in Manhattan und aufgewachsen in Fort Worth, Texas, in einem Zuhause, in dem Kunst, Literatur, Museumsbesuche, Musik und Ballett ihren Blick früh geprägt haben. Nach dem Studium an zwei Kunstakademien entwickelte sie eine eigenständige fotografische Sprache. Mit dem Umzug nach Amsterdam im Jahr 1975 entdeckte sie Fenster als unerschöpflichen Raum visueller Erkundung. In ihrer Serie The Finestranaut bezeichnet sie sich selbst als „Finestranautin“, als Entdeckerin von Szenen im Glas; der Begriff geht auf das italienische Wort finestra zurück. Ihre Fotografien zeigen den Moment, in dem sich mehrere Wirklichkeiten überlagern: das hinter dem Glas, das davor, der Raum um die Fotografin und das, was als Reflexion zurückkehrt. Arbeiten wie When hangers dream of a former life, The variability of triplication, The jazz of it all, Swimmers from a bygone age und The descending clouds of ice verwandeln Fensterscheiben in vielschichtige, beinahe surreale Kompositionen aus Licht, Schatten, Farbe und Verzerrung. Besonders angezogen fühlt sie sich von älterem Glas, dessen Unregelmäßigkeiten Formen sichtbar machen, die auf glatten zeitgenössischen Oberflächen verborgen blieben. Jede Fotografie entsteht als Einzelbelichtung, ohne digitale Montage, allein durch sorgfältige Kadrierung und verstärkte Farbe.

Valerio Villani silence, AH Magazine
Valerio Villani, dreaming., AH Magazine

3. Preis

Valerio Villani

Viterbo, Italy

Valerio Villani ist ein italienischer Künstler, Maler und Illustrator. Er wurde in Rom geboren und lebt und arbeitet seit 1998 in Viterbo, wo er Malerei studierte und anschließend einen Master in Computer Design abschloss. Seine Arbeit verbindet zeitgenössische Figuration, Zeichnung und Illustration, mit einem Fokus auf die menschliche Figur, innere Landschaften, Verletzlichkeit und stille emotionale Zustände. Er wurde für Kunstveranstaltungen in Italien und Europa ausgewählt, darunter Premio Basilio Cascella, Enegan-Art, Premio Palladio, Geni Comuni und London Calling. 2019 gewann er den Premio Palladio in der Kategorie Malerei. Neben seiner künstlerischen Praxis arbeitet er als Illustrator mit Verlagen zusammen, zudem wurden seine Werke in internationalen Kunstpublikationen vorgestellt.

In Silence, Rebirth, Il ritorno, La fine und Dreaming erforscht Villani die Seele als Raum des Wissens, der Erinnerung und der Selbsterkenntnis. Seine Figuren werden zu fragilen Grenzen zwischen innerer und äußerer Welt.

Für Villani ist das Bild ein Ort, an dem der Mensch dem tiefsten Teil seiner selbst begegnet. Seine Bildsprache öffnet einen Raum zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Intimität und Welt, und hinterlässt beim Betrachter das Gefühl, nicht einem Porträt, sondern einem inneren Zustand beizuwohnen.

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Nächste Ausgabe des Awards

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Die Bewerbungen für die nächste Award-Runde sind jetzt geöffnet. Künstler:innen, die für eine zukünftige Ausgabe berücksichtigt werden möchten, können ihr Interesse registrieren und erhalten alle Informationen zu Einreichung, Zeitplan und Richtlinien.

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